Antje Buschschulte

Im Jahr der Olympischen Spiele 2008 in Bejing wird eine der Stars des deutschen Schwimmsports 30 Jahre alt: Antje Buschschulte aus Berlin. 2008 soll der Höhepunkt einer schon bisher sehr erfolgreichen Karriere sein. Sollte sie sich qualifizieren, dann wären dies bereits ihre vierten Olympischen Spiele. 2004 gewann sie in ihrer Spezialdisziplin Rückenschwimmen alleine und in der Mannschaft insgesamt drei Bronzemedaillen, 2000 in Sydney Bronze mit der Freistilstaffel, und ihre erste Medaille bereits 1996 in der selben Disziplin, es war ebenfalls Bronze.
Und diese Erfolge zu wiederholen ist wohl in Bejing nicht unmöglich. Schon heute hat sie dieses Ziel genau vor Augen, denn es wird wohl altersbedingt ihre letzte Chance sein, noch einmal auf dem begehrten olympischen Treppchen zu stehen. Doch erst einmal möchte sie ihre Neurobiologie-Diplomarbeit an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg abschließen, um im Leben nach dem Schwimmsport als Neurobiologin zu arbeiten.
Aber niemals würde Antje Buschschulte das Schwimmen ganz nach hinten stellen. Sollte sie die nationale Qualifikation überstehen, dann wird sie es so schwer wie noch nie haben, denn die Konkurrenz aus Australien, USA, Europa und jetzt mit immer neuen Rekorden die Chinesinnen ist unglaublich groß. Während ein Großteil ihrer Konkurrenz Schwimmen als Vollzeitberuf ausübt, ist dies für sie kein Thema - eben das Leben nach dem Leistungssport. Dies gilt aber auch für die Staffelwettbewerbe, da sich die Spitze der Schwimmerinnen ziemlich verkleinert hat.
Antje Buschschulte hat aber einen großen Vorteil - sie ist eine der erfahrensten Schwimmerinnen in Deutschland, die sich besonders dadurch auszeichnet, dass sie sich selbst hervorragend einschätzen kann, ihre Trainingsprogramme kennt und eine unglaubliche Selbstdiziplin an den Tag legen kann. Deshalb sind weitere olympische Medaillen nicht unmöglich. Sie selbst sagt, dass es eigentlich unrealistisch sei, eine Goldmedaille zu erwarten, doch es käme natürlich auch auf die Tagesform an - und Überraschungen habe es bis jetzt bei jeder Olympiade gegeben.
Immer wieder trainiert sie in einem DSV-Trainingslager, zuletzt auf dem sächsischen Rabenberg. Und sie liegt voll im Plan, was ihr Sieg über 50 Meter Rücken bei den Deutschen Meisterschaften beweist.
Sie hat auch die Lehren aus dem schlechten Abschneiden bei der Weltmeisterschaft in Melbourne gezogen - und das macht Hoffnung für 2008

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