Hockey

Die olympische Sportdisziplin Feldhockey, oft auch nur Hockey genannt, erfreut sich in Deutschland zunehmender Beliebtheit, zumal die deutsche Nationalmannschaft zu den erfolgreichsten Nationen der Welt zählt.
Auf einem 91,4m langen und 55m breiten Feld stehen sich zwei Mannschaften mit je zehn Feldspielern und einem Torwart gegenüber. Darüber hinaus darf jede Mannschaft fünf Ersatzspieler haben, die jederzeit und unbegrenzt oft während des Spiels eingewechselt werden dürfen. Ziel ist es den Ball (ca. 7,1-7,5cm Durchmesser) mit den Hockeyschlägern in das gegnerische Tor zu schießen, welches 3,66m breit und 2,14m hoch ist. Der Torschuss darf dabei nur vom Schusskreis abgegeben werden, ein Halbkreis, der im Radius von 14,63m um das Tor markiert ist. Geschlagen werden darf nur mit der flachen Seite des Schlägers. Es gibt zahlreiche Regeln, welche die Sicherheit des Spielverlaufs garantieren, da Feldhockey ein körperloses Spiel ist. Der Gegner darf demzufolge nicht gefoult oder abgedrängt werden und auch der Ball darf lediglich unabsichtlich mit der am Schläger befindlichen Hand berührt werden. Das Spiel dauert 2x 35 Minuten. Gewonnen hat am Ende die Mannschaft mit den meisten Toren. Wenn in entscheidenden Spielen ein Unentschieden nicht möglich ist, kommt es gegebenenfalls zur Verlängerung und eventuell anschließend zum Siebenmeterschießen.
Feldhockey wurde 1908 in London zum ersten Mal als olympische Disziplin der Herren ausgetragen, wobei nur sechs Teams gemeldet waren. Das erste olympische Spiel der Geschichte verlor Deutschland gegen Schottland. Nach zwei Olympiaden Pause, kam Herrenhockey 1920 wieder ins olympische Programm und ist seit 1928 fester Bestandteil aller olympischen Spiele. Insbesondere in der Mitte des 20. Jahrhunderts aber auch heute noch gelten Indien (achtfacher Olympiasieger) und Pakistan als dominierende Mannschaften, da Hockey dort als Nationalsport gilt. Aber auch Deutschland, die Niederlande sowie Australien konnten wiederholt Erfolge im Herrenhockey feiern. Im 20. Jahrhundert konnte sich die deutsche Herrenmannschaft 2x Bronze, 3x Silber und 2x Gold (1972 in München, 1992 in Barcelona) erkämpfen. 2004 in Athen sicherte sie sich in einem starken Turnier die Bronzemedaille, Gold und Silber gingen an Australien und die Niederlande.
Noch besser lief es 2004 jedoch für die deutsche Damenmannschaft. 1980 rückte Damen-Feldhockey als olympische Disziplin endlich nach und ist seitdem ebenfalls fester Bestandteil der olympischen Spiele. Die Damen-Nationalmannschaft konnte 1984 und 1992 Silber gewinnen, doch 2004 errang sie zum ersten Mal die olympische Goldmedaille.

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