Gewichtheben

Gewichtheben hat eine lange Tradition und gilt als schwerathletische Sportart. Es entwickelte sich aus Hebewettbewerben der Handwerkszünfte im Mittelalter heraus, damals wurden zum Beispiel Bierfässer gestemmt. Schon bei den olympischen Spielen 1896 wurde das Gewichtheben beidarmig und einarmig ausgeführt. Reguläre olympische Disziplin mit klaren Regeln wurde das Gewichtheben aber erst bei den olympischen Spielen 1920 in Antwerpen. Man führte fünf Gewichtsklassen ein und bewertete einarmiges Reißen und Stoßen sowie beidarmiges Stoßen. 1924 kam dann noch das Drücken hinzu, wurde aber 1976 in Montreal wieder gestrichen, und seitdem gelten bis heute die Regeln des Zweikampfes aus Reißen und Stoßen. Bei dem Wettkampf darf der Sportler die mit Gewichten versehene Langhantel nur dreimal versuchen, mit ausgestreckten Armen über den Kopf zu stemmen.
Beim Reißen muss der Sportler die Hantel in einem Zug vom Boden zur Hochstrecke bringen und so lange mit ausgestreckten Armen über dem Kopf bewegungslos fixieren, bis die Schiedsrichter ein Zeichen geben. Die Hantel wird so breit gegriffen, dass sie nur wenige Zentimeter über dem Kopf liegt. Der Heber darf beim Reißen in die Hocke gehen oder einen Ausfallschritt machen, anschließend müssen die Beine jedoch gestreckt und die Füße auf einer Linie sein.
Beim Stoßen wird die Hantel im ersten Schritt mit Hocke oder Ausfallschritt in Höhe der Schultern gebracht und darf auf Brust, Schlüsselbein oder gebeugten Armen ruhen. Der Heber darf so lange in dieser Position bleiben, wie er will. Im zweiten Schritt wird die Hantel nach oben gestoßen und eine Position wie beim Reißen eingenommen. Auch hier muss der Athlet so lange mit ausgestreckten Armen und Beinen verharren, bis der Kampfrichter ein Signal gibt.
Die Heber werden bei den olympischen Spielen in Gewichtsklassen unterteilt. Die Steigerung des Gewichtes erfolgt in 1 Kg Schritten. Gewonnen hat der Sportler, der in seiner Klasse das schwerste Gewicht gehoben hat.

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