Fechten
Ende des 19. Jahrhunderts wurden die olympischen Spiele, wie man sie schon in der Antike betrieb, wieder belebt. Von Beginn dieser modernen olympischen Spiele an, zählt das Fechten in den Wettkämpfen zu den Disziplinen.
Beim Fechten stehen sich zwei Gegner auf einer 14 Meter langen Fechtbahn gegenüber. Es wird dann ein angedeuteter Kampf mit Degen, Florett oder Säbel ausgetragen. Um schwere Verletzungen zu vermeiden, tragen die Kontrahenten eine spezielle Schutzkleidung aus verschiedenen Kunststoffen. Zum Schutz des Gesichtes wird eine Maske getragen, die mit Drahtgitter und einem Halsschutz versehen ist.
Je nach Disziplin und Waffe sind verschiedene Regeln festgesetzt. Kämpft man mit dem Florett, so darf man nur den Rumpf des Gegners mit der Spitze der Waffe treffen. Für den Säbel steht der ganze Oberkörper als Trefferfläche zur Verfügung. Der Degen erlaubt es hingegen am gesamten Körper des Gegenübers Trefferpunkte zu erzielen. Bei Olympia ist Fechten als Einzel- und als Mannschaftssport vertreten. Die Regelungen für den Einzelwettkampf lauten wie folgt. Eine Kampfrunde geht über 3 Minuten. Der Kämpfer, welcher innerhalb dieser Zeit zuerst 5 Treffer erzielen kann, ist der Sieger. Erzielt keiner von beiden 5 Treffer in der vorgeschriebenen Zeit, so gewinnt derjenige, der die meisten Treffer landen konnte. Bei einer Direktausscheidung zwischen den Gegnern verlängert sich die Kampfzeit auf 9 Minuten und es müssen bis zu 15 Punkte erreicht werden. Bei Gleichstand der Punkte wird eine Verlängerung von einer Minute eingeführt, um einen Entscheidungstreffer herbei zu führen. Kämpft man als Mannschaft, so gibt es 3 Fechter pro Team. Es finden insgesamt 9 Begegnungen statt, in denen es bis zu 45 Punkte zu erreichen gilt.
Die olympische Disziplin Fechten war im Laufe ihrer Entwicklung zahlreichen Wandlungen in den Unterdisziplinen unterworfen. Seit 2004 stehen sich in allen 3 Waffen Männer sowie Frauen im Einzel und als Mannschaft gegenüber.



